Vortrag: „Wann wohl das Leid ein Ende hat?“ - Leben und Werk Ilse Webers, Bad Kissingen

Vortrag von Hans-Jürgen Beck (Bad Kissingen).

Die tschechische Autorin Ilse Weber wurde mit ihren eindrucksvollen Gedichten und Liedern zur Chronistin des Lebens, Leidens und Sterbens im Ghetto Theresienstadt.

Während es ihr gelang, ihren älteren Sohn Hanuš mit einem Kindertransport ins Ausland zu bringen, wurde sie mit ihrem Mann Willi und ihrem jüngsten Sohn Tommy nach Theresienstadt deportiert, wo sie sich mit selbstloser Hingabe um die kranken Kinder im Ghetto kümmerte. Als diese Anfang Oktober 1944 nach Auschwitz deportiert wurden, ging sie freiwillig mit ihnen. Beim Gang in die Gaskammer soll sie für ihren Sohn und die anderen Kinder ein von ihr komponiertes Schlaflied gesungen haben.

Der Vortrag zeichnet anhand zahlreicher Briefe, Gedichte und Lieder das bewegte Leben Ilse Webers nach.

Eintritt ist frei.

Zum Referenten: Hans-Jürgen Beck ist Lehrer am Jack-Steinberger-Gymnasium in Bad Kissingen. Außerdem ist er Autor und Referent von Vorträgen und Publikationen zum jüdischen Leben in Bad Kissingen und engagiert sich bei der Programmgestaltung der Jüdischen Kulturtage Bad Kissingen.

Eintritt ist frei.

Der Vortrag ist eine Veranstaltung im Rahmen der Jüdischen Kulturtage Bad Kissingen 2020.

Veranstaltungsort
Landratsamt, Großer Sitzungssaal
Obere Marktstraße 6
97688 Bad Kissingen